weitermachen…

Neuere Erkenntnisse der Philosophie …
Gefangen in der Matrix

Kriege, Katastrophen, Kantinenessen – angesichts des alltäglichen Wahnsinns fragt man sich, ob das Leben eigentlich wirklich so sein muss, wie es ist. Der britische Philosoph Nick Bostrom meint, darauf eine mögliche Antwort gefunden zu haben: Er kann sich gut vorstellen, dass unser Universum nur im Inneren eines Simulationscomputers besteht.(…)

Was sind nun die praktischen Konsequenzen aus diesem Gedankenexperiment? Es gibt keine! Bostrom rät, einfach so weiterzumachen wie bisher. Alles andere würde die Simulation – sollte sie denn eine sein – nur unnötig stören. Und verärgern sollten wir unsere Schöpfer ja nun wirklich nicht, da sie uns ja jederzeit abschalten oder löschen könnten. Sollten diese eines Tages der Meinung sein, dass wir von unserer (Nicht-)Existenz erfahren sollten, dann würden sie sich schon melden, meint Bostrom. Wenn also ein glatzköpfiger Kerl mit Ledermantel anklopfen sollte, um rote oder blaue Pillen anzubieten, dann überlegen sie lieber zweimal, ob sie die Tür aufmachen.

(via tagesschau.de)

„I’am a fucking sheep!“

In Neuseeland unterhält ein ehrgeiziger Farmer ein geheimes Labor, in dem er (mit wundervoll eklig gentechnischen Experimenten und herrlich bizarren und hornbrilligen Wissenschaftlern) das Schaf der Zukunft zu züchten versucht. Zwei Umweltaktivisten setzen Alles daran, dieses Verbrechen an der Schöpfung zu vereiteln, scheitern aber zunächst und stibitzen eines der genetisch, ich sag‘ mal: brisanten kleinen Baby-Schafe. Der kleine Racker entwischt natürlich, und da er ein hochansteckendes Virus in sich trägt, das seine frei lebenden Artgenossen in blutrünstige Zombie-Schafe verwandelt, wird das Schlachtbeil kurzerhand umgedreht: Schaf reißt Mensch die Eingeweide heraus. Die Menschen, die gebissen werden und die Attacke überleben, mutieren übrigens zu riesigen (und nicht minder mordlüsternen) Schafsmenschen.

So viel zur Handlung.

Der Film sprudelt nur so vor Skurrilem, im Kino brach ein Szenenapplaus ohne Gleichen über uns herein, als die alte Haushälterin Mrs. Mac (Braindead-Veteranin Glenis Leverstam) ohne zu zögern zur doppelläufigen Schrotflinte greift und aus dem fahrenden Pick-Up-Truck einem Zombie-Schaf nach dem anderen den pelzigen Kopf wegballert.

WETA-Workshop Guru Richard Taylor (Der Herr Der Ringe) hat ganze Arbeit geleistet. Zu keinem Zeitpunkt vermisst man aufwendige CGI-Effekte, die animatronischen Killerschafe und Puppen sind um ein Vielfaches gruseliger, das gute alte „Trashfeeling“ um ein Vielfaches intensiver. Die Schauspieler sind allesamt super und geben eine sympathische und wichtige Mischung ab: Der Held, der böse Bruder des Helden, die blonde Noch-Nicht-Freundin des Helden, die zu Fleischklumpen zerfledderten Nebenrollen und die Kopfschuss-verteilende Oma.
Der Spaß, den die Crew beim Produzieren mit Sicherheit hat haben MÜSSEN schwappte direkt und ohne Umwege auf mich im Kinosessel über.

MÄH!